Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   Facebook-Seite:

   21.01.14 20:13
    Hei ;) coole idee mit de

http://myblog.de/abigail.emme

Gratis bloggen bei
myblog.de





Der Eiswagen - aus dem Leben eines fremden Menschen

Sie saß an ihrem Schreibtisch und schrieb. Ihr Tagebuch. Jeden Tag schrieb sie fein, ordentlich hinein und vermied jeden kleinen nur denkbaren Fehler und doch war es nur so vollgestopft mit ihren Gedanken und Gefühlen. Sie vertraute ihm alles an, wie einem besten Freund, diese Art Freund der man alles erzählen kann ohne sich davor darüber Gedanken machen zu müssen und er hört zu." .... Heute war ich wieder einmal bei unserm guten alten Luigi. Er musste mir wieder mal bei meinem Aufsatz Problem helfen... Du weißt ja ich und meine Aufsatz Kunst sind ja nicht gerade überragend. Heute meinte er allerdings zu mir: Kleine wenn du nicht langsam mal endlich anfangen zu lernen wie man schreibe du werden enden wie Luigi auf Straße! ".... Ja so was sagte er durchaus öfters zu ihr aber was sollte daran schon schlimm sein? Wenn sie es sich recht überlegte wollte sie eigentlich gar nicht studieren sondern in Luigis Fußstapfen treten. Luigi war Eisverkäufer. Jeden Tag im Sommer schob er seinen kleinen Eiswagen durch die Straße unterhalb ihres Fensters. Man könnte seine Eisglocke schön vom weiten hören und jedes Mal rannte sie, ihr gespartes Taschengeld in der Hand, nach draußen um die erste zu sein. Den ganzen Winter sparte sie für sein Eis und über die Jahre hinweg waren sie dicke Freunde geworden. Nur dieses Jahr sollte alles anders werden, denn Luigi war seit einem halben Jahr in Rente und normalerweise war an diesem Tag Saison Beginn und Luigi würde seinen kleinen Wagen das erste Mal nach dem Winter ausführen. Aber nicht dieses Jahr. Dieses Jahr würde er keine Kinder Augen zum strahlen bringen können und genau das war es was sie so bewundert hatte. Seine Kunst Glück und Freude zu verschenken. Der Grund weshalb sie ihn so mochte. Sie war tief in Gedanken versunken weshalb sie das sanfte Klingeln nicht sofort bemerkte. Anfangs war es ganz leise: "kling kling klingeling" und erst als das Klingeln so nah war, dass man das Gefühl hatte direkt davor zu stehen, bemerkte sie es. Ihr klingeln. Luigis Eisklingeln. Unter ihrem Fenster ....LUIGI! Wie vom Blitz gestochen war sie aufgesprungen um an ihr Fenster zu laufen. Doch dort angekommen konnte sie unten auf der Straße nichts sehen außer einem Haufen kleiner Kinder und einen Riesen Schwarm bunter Luftballons, dort wo sie den Eiswagen vermutet hatte. Aufregung überfiel sie. Wer sollte das denn sein? Luigi war ja schließlich in Rente gegangen.... aber sie war sich ganz sicher dass das eben das Klingeln seines Eiswagens war. Er hatte ihn doch nicht etwa verkauft oder doch? Entsetzen machte sich breit. Sie musste es wissen. Mit einem Dollar in der Hand stürmte sie auf die Straße, aber nichts war zu sehen, außer immer noch die Kinder und die Luftballons. Da sie ja wusste wie böse sie früher selber immer die älteren angeschaut hatte wenn diese sich vordrängelten, stellte sie sich brav hinten an und ließ sogar noch ein kleines Mädchen vor. Während sie wartete überlegte sie sich noch viele Szenen, was passieren würde wenn jetzt wieder Luigi da stand oder doch jemand anders. Oder sollte Luigi sie wirklich angelogen haben nur um jetzt ihr verdutztes Gesicht zu sehen? Die Kindermenge lichtete sich und nun war sie endlich an der Reihe und konnte einen ersten Blick auf ihn erhaschen. Er war groß, schlank mit braunem Haar und hatte genau das gleiche leuchten in den Augen wie die Kinder denen er das Eis verkaufte. "hallo junge Dame, was möchtest denn du für ein Eis?" Seine Stimme nahm ihr den Atem, rau und sanft zugleich schien sie jeden ihrer Wiederstände aufzutauen. Er war wie die junge Version Luigis und hatte doch nichts mit ihm gleich. Fasziniert von seinem Anblick deutete sie wahllos auf irgendeine Eis Sorte und wie es der Zufall wollte war es genau die die sie über alles hasste. Schon beim ersten kleinen Bissen bekam sie das Würgen und der Eisverkäufer konnte nur noch lachen. "da ist wohl jemand nicht ganz bei der Sache. Warte hier eine Serviette. Ich heiße übrigens Mikel." Er lud sie ein, so viel weiß ich noch aber mehr kann ich euch nicht mehr berichten, denn hier enden ihre Einträge. Ich weiß nur, dass ihr Name Antonia war und dass sie das wohl beste Tagebuch Versteck überhaupt hatte. Als 3. Nachmieterin habe ich ihr Tagebuch unter einer Boden Diele gefunden.
6.12.13 20:29
 
Letzte Einträge: Die Klippe - aus dem Leben eines fremden Menschen, Eure Meinung, 1. Bavarian Synchro Trophy, Fortsetzung:


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung